Bürgermeister Andreas Stegemann
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Aktuelles Haltern am See

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Das Rathaus
Titel
Der Klima-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss im Überblick
Einleitung

14. Juni 2021  Im Klima-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss am vergangenen Donnerstag standen die Themen Starkregenrisikomanagement und das Gewerbegebiet Süd im Fokus. Die Politik sprach sich einstimmig dafür aus, die Verwaltung damit zu beauftragen, eine Klimaanalyse und eine zugehörige Planungshinweiskarte Klima zu erarbeiten.

Text

Starkregenrisikomanagement

Aufgrund der zunehmenden Starkregenereignisse und deren Folgen hat es sich der Eigenbetrieb Stadtentwässerung zur Aufgabe gemacht, gegen Schäden durch Starkregen Vorsorge zu betreiben. Entscheidend im Starkregenrisikomanagement ist es, in geeigneter Weise Vorsorgemaßnahmen treffen zu können. Dazu tragen Erkenntnisse darüber, wo durch Starkregen Schäden entstehen können, entscheidend bei. Aus diesem Grund hat der Eigenbetrieb Stadtentwässerung die Pecher AG mit einer Überflutungs- und Risikoanalyse für Starkregenereignisse betraut. Das dabei entstandene digitale Geländemodell berechnet, an welchen Stellen es im Stadtgebiet zu Überflutungen kommen kann. Mit dieser Starkregengefahrenkarte geht die Stadt Haltern am See mit gutem Vorbild voran. Holger Hoppe vom Ingenieurbüro Pecher AG hob hervor, dass das Projekt in seiner Detailschärfe und Größenordnung so besonders sei, wie sie nur wenige Kommunen in ähnlicher Form vorweisen können.

Das Auskunftsinformationssystem (AIS) soll bald auf der Homepage der Stadt zu finden sein. Es soll Bürgerinnen und Bürgern dabei helfen, gezielte Objektschutzmaßnahmen an den Stellen, wo sich Niederschlags vor Gebäuden aufstaut, in Betracht zu ziehen. Das 2-D-Modell der Karte lässt Rückschlüsse über das Strömungsverhalten zu, sodass Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer einschätzen können, wie stark ihr Wohnort betroffen wäre und in welchem Umfang vorbeugende Maßnahmen getroffen werden sollten. Die Stadt steht ihnen in Sachen Objektschutz beratend zur Seite. Weitere Informationen folgen in Kürze, wenn die Seite online geht.  

 

Grundlagen zum Klimaschutz 

Mit Fertigstellung der Starkregen-Risiko- und Gefährdungsanalyse sollen nun weitere fachliche Grundlagen zum Klimaschutz entstehen. Im Fokus stehen dabei Klimawandelfolgen wie Hitze, Dürre und Trockenheit, sowie Starkwind und Windwurf. Die Ausschussmitglieder stimmten einstimmig für die Anfertigung einer Klimaanalyse. Sie wird vom Regionalverband Ruhr (RVR) erstellt, der über ein eigenes Klimalabor verfügt, welches stationäre und mobile Messungen erlaubt. Auf Grundlage einer Klimaanalyse samt zugehöriger Planungshinweiskarte soll danach ein „Rahmenplan Klimaanpassung“ angefertigt werden, der sich in die aktuelle Förderkulisse zur Klimaanpassung einfügt.

 

Verkehrstechnische Untersuchung im Gewerbegebiet Süd 

Olaf Timm vom Ingenieurbüro nts war für einen Vortrag vor Ort, um den Anwesenden einen Sachstand zur verkehrstechnischen Untersuchung im Gewerbegebiet Süd zu geben und die angefertigten Skizzen für die Maßnahme „Wender“ an der Kreuzung Recklinghäuser Straße vorzustellen. Die Stadt Haltern am See hat die Projektskizze beim Förderwettbewerb „Leuchttürme des Radverkehrs“ des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) eingereicht, um eine schnellere Umsetzung der Baumaßnahmen zu ermöglichen. Sie steht nun im Wettbewerb mit etlichen weiteren Kommunen um eine entsprechende Förderung, rechnet sich allerdings gute Chancen aus.

In seinem Vortrag zeigte Olaf Timm die Führung des Radverkehrs auf, die laut Leistungsanalyse durch einen Wender im Gewerbegebiet entscheidend verbessert werden würde. Unter anderem ist in beide Fahrtrichtungen ein zwei Meter breiter, geschützter Fahrradstreifen (Protected Bike Lanes) mit begrenzenden Elementen, die das Überfahren erschweren, geplant. Die Fußgängerschutzanlage des Wenders soll für eine sichere Überquerung der Recklinghäuser Straße sorgen. Die Anforderungsampel mit ihrer Dunkel-Dunkel Schaltung kann bei Bedarf von den Radfahrerinnen und Radfahrern betätigt werden und ermöglicht kurze Wartezeiten für alle Verkehrsteilnehmenden.  Mit einer Entscheidung des BAG wird noch in diesem Jahr gerechnet.